Wingsuit Flying – Fliegen am Limit
Das Wingsuit Flying ist der neueste Trend am Extremsporthimmel. Das Wingsuit Flying stellt quasi eine konsequente Weiterentwicklung vom klassischen Fallschirmspringen dar. Dabei kombiniert es Elemente aus dem Basejumping, dem regulären Skidiving und der Aeronautik und Luftfahrttechnik. Dabei trägt der Springer einen fledermausartigen Anzug. Beim ausbreiten der Arme und Beine ergibt sich durch zwischengespannte Segel eine Tragfläche. Diese hat keine besonders große Fläche wie beispielsweise ein Drachen, sondern ist eher mit einer Rakete zu vergleichen was die Aerodynamik angeht. Dadurch wird der Fall beim Wingsuit Flying nicht unnötig abgebremst.
Das Wingsuit Flying ist somit blitzschnell und sehr präzise und flink manövrierbar. Extreme Geschwindigkeitssenkungen und spitze Kurven sind mit den Wingsuits kein Problem. Die Gleitweite erhöht sich durch einen derartigen Flügelanzug um das zweieinhalbfache im Vergleich zum normalen Skydiving.
Üblicherweise wird das Wingsuit Flying von einem Flugzeug oder gar einer Bergklippe aus gestartet. Es ähnelt so in seinen Grundzügen sehr dem Skydiving und Basejumping. Direkt nach dem Absprung jedoch werden Arme und Beine vom Körper weggestreckt und die steile Segelflugphase setzt ein. Dabei sind zum Teil waghalsige Manöver sehr Nahe am Berghang möglich. Nach dieser Flugphase wird ein herkömmlicher Fallschirm gezogen und die Landephase setzt ein.
Durch die extremen Geschwindigkeiten die beim Wingsuit Flying erreicht werden ist es wohl eine der extremsten Sportarten die zur Zeit denkbar sind. Es gibt keine klassischen Kurse bei denen man dies erlernen kann. Wingsuit Fling setzt äußerste Körperbeherrschung und langjährige Fallschirmsprungerfahrung voraus und ist selbst für Profis eine heikla Angelegenheit. Dies dürfte auch die wachsende Beliebtheit beim Betrachten der Wingsuit Flüge erklären. Es sieht schon sehr spektakulär aus wenn sich ein Wingsuit Flyer im Gleitflug wenige Meter über eine Bergkante rettet um dann direkt wieder in den Sturzflug zu gehen.
Seit 1999 sind Wingsuits nun auch kommerziell erhältlich. Waren ehemals noch gefährliche Experimente bei der Gestaltung der Anzüge von Nöten, so weicht das unkalkulierbare Risiko langsam immer höheren Sicherheitsstandards. Jedoch um mit ihnen Springen zu dürfen gilt als Richtlinie, dass man in den letzten 18 Monaten bereits 200 Skydive Sprünge absolviert haben muss.
Wingsuit Flying bleibt sicherlich nicht der Weisheits letzter Schluss im Skydiving Bereich. Es wird immer weiter geforscht an neuen Möglichkeiten, sich der Schwerkraft zu widersetzen. Grenzen gibt es dabei nur in der menschlichen Vorstellungskraft.









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