Rumpftraining für eine gesunde Haltung im Alltag
Die Zeit lässt sich nicht mehr zurückdrehen, die meisten von uns führen ein sitzendes Leben, mit wenig Bewegung, es sei denn Selbstgewählter. Da wir nur die Muskeln erhalten, die wir ständig nutzen und die, die selten, bzw. gar nicht genutzt werden, abbauen, entstehen Asymmetrien. Diese fehlende Ausgeglichenheit führt zu Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Bandscheibenvorfällen, verschiedensten Verletzungen oder chronischen Krankheiten.
Ein gesunder, leistungsfähiger Körper ist nur zum allerkleinsten Teil genetisch bedingt, die größte Verantwortung tragen wir selbst. Mit dem richtigen Rumpftraining können wir gesund sein und auch zeigen, dass wir gesund sind- durch eine aufrechte Haltung.
Als Rumpftraining werden Übungen bezeichnet, die den Rücken und den Bauch trainieren, außerdem können noch Übungen, die der Mobilisation der Hüfte dienen, mit dazu gezählt werden.
Jede Sportart ist auf einen starken Rumpf angewiesen, doch gerade im Alltag spielt der Rumpf eine wichtige Rolle eine gesunde Haltung zu bewahren.
Unsere aufrechte Haltung können wir nur mit Hilfe der Rumpfmuskulatur aufrecht erhalten.
Nur wenn wir liegen, verrichtet sie keine Arbeit.
Egal ob wir sitzen, stehen, oder gehen, die Rumpfmuskulatur muss Arbeit leisten. Wenn sie das nicht mehr oder nur unzureichend tut, fällt der Mensch in sich zusammen: der Rücken wird krumm und bucklig, die Schultern oder der Kopf hängt. Es ist für jeden relativ leicht zu erkennen, wann jemand eine gesunde Haltung hat und wann nicht.
Eine gesunde Haltung ist aufrecht, als ob man am Kopf nach oben gezogen wird, die Schultern werden nach hinten und unten gezogen, so dass die Brust fast herausgestreckt wird, der Bauchnabel wird etwas eingezogen, um das Becken nach hinten zu kippen. Das ist das Ideal, an dem man sich immer wieder orientieren kann, was aber selten ganz erreicht wird. Aber man sollte versuchen, dem recht nahe zu kommen. So kann man sich immer wieder kontrollieren, wie die aktuelle Haltung denn gerade im Vergleich zum Ideal ist. Und man kann die Muskulatur so trainieren, dass man auf Grund seiner Körperspannung und muskulärer Balance aufgerichtet wird.
Angenehmer Nebeneffekt: durch Aufrichtung der Hüfte und Korrektur vom etwaigem Hohlkreuz wächst man wortwörtlich um mehrere Zentimeter.
Es ist besonders wichtig bei starker Beanspruchung der Wirbelsäule eine korrekte Haltung einzunehmen und den Rumpf anzuspannen. Beispielsweise beim Heben muss der Rücken immer gerade sein und der Bauch, inklusive der schrägen Bauchmuskulatur angespannt sein.
Um aber ebensolche Muskeln nutzen zu können, müssen sie durch ein regelmäßiges Training aktiviert werden.
Da die Rumpfmuskeln zwei verschiedene Arten von Arbeit leisten, werden sie auch entsprechend trainiert. Die meiste Zeit müssen sie in einer gewisse Grundspannung sein, um uns aufrecht zu halten. Manchmal werden sie aber auch kurzzeitig eingesetzt, um Kraft auf Arme oder Beine zu übertragen: wenn man springt, etwas wirft, oder hebt, etc.
Deshalb machen wir Übungen, die statisch sind, sogenannte Halteübungen, wie zum Beispiel Plank. Diese geben uns die Kraft uns im Sitzen, Stehen oder Gehen aufrechtzuhalten.
Und aktiv-dynamische Übungen, wie zum Beispiel: Situp oder Beckenlift.
Diese geben uns die Kraft um Dinge anzuheben, schnelle Bewegungen auszuführen und diese wieder abbremsen, zu werfen, zu fangen, etc.





